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Trommelbau Brunner_Schamanisches Begegnungszentrum
  • Eine indigene geschichte

    Eine indigene Geschichte

    Da saß ein Mensch ganz alleine in tiefer Trauer.
    Und alle Tiere kamen zu ihm und sagten:
    „Wir wollen Dich nicht so traurig sehen,
    deshalb darfst du Dir von uns alles wünschen, was du willst.“
    Der Mensch sprach: „Ich will gute Augen haben.“
    Der Adler antwortete: „Du sollst meine haben.“
    Der Mensch sprach: „Ich will stark sein.“
    Der Jaguar sagte: „Du sollst so stark sein wie ich.“
    Da sprach der Mensch: „Ich will die Geheimnisse der Erde kennen.“
    Die Schlange antwortete: „Ich zeige sie Dir.“
    Und so kamen alle Tiere an die Reihe.
    Und als der Mensch alles hatte,
    was sie geben konnten, ging er fort.
    Da sprach die Eule zu den anderen Tieren:
    „Nun weiß der Mensch so viel und kann vieles tun,
    plötzlich habe ich Angst.“
    Der Hirsch sagte: „Der Mensch hat alles, was er braucht,
    Jetzt ist er nicht mehr traurig.“
    Aber die Eule antwortete: „Nein. Ich sah eine Leere in dem
    Menschen, so groß wie ein Hunger, den er nie stillen kann.“
    Deshalb ist er traurig und will immer mehr. Er wird immer
    weiter nehmen und nehmen, bis die Welt eines Tages sagt:
    „Es gibt mich nicht mehr und ich habe nichts mehr zu geben.“

    Textquelle aus dem Film  Apocalypto | Rregie Mel Gibson
     

  • Mutter Erde spricht

    Mutter Erde spricht...

    Ich will Dir etwas über Dich und Deinem irdischen Dasein,
    das Du auf mir, der Erde, machen wirst und das ich im Laufe
    meiner Existenz, auch als des Menschen Abenteuer bezeichne,
    erzählen. Du wirst gezeugt durch ein Wunder der Schöpfung.
    In Deiner Reifephase verbringst Du ca. 9 Monate unter dem
    Herzen deiner Mutter, die Dich mit ihrem Atem und allen
    lebenswichtigen Nährstoffen versorgt. Dein Geist beginnt in Dir
    zu wachsen. Eine innige Dualität zwischen Dir und deiner Mutter entsteht. Du fühlst jede Erregung, jeglich Freud und Leid.
    Du bist ein Teil davon. Du kommst auf die Welt, schreiend,
    ängstlich und getrennt von Deiner Mutter atmest du nun meine Luft, die Luft von Mutter Erde. Zwar hilflos in deinem
    Bewegungsapparat, aber geistig mit einem höheren Selbst
    ausgestattet. Es lässt Dich mit seiner Kreativität Ideen entwickeln
    und in die Zukunft träumen. In einem komplexen Zusammenspiel
    mit mir, Deiner Mutter Erde, entwickelst du Dich und findest Dich
    selbst. Du bist im Hier und Jetzt, ein menschliches Wesen.
    Ich sage Dir Oh Menschenkind: „Die Kunst des Lebens
    auf der Erde besteht darin, die göttliche Energie, die Dir einst
    aus dem Wunder der Schöpfung geschenkt wurde, in Deiner
    Seele zu erlauben, vollständig in Deine menschliche Natur zu
    fließen. Verbinde Dich mit mir, Deiner Mutter Erde mit Ihren
    Elementen, allem Getier auf mir, jeden Stein, jeden Strauch,
    jede Pflanze und jeden Baum, denn es sind all deine Brüder
    und Schwestern. Sie begrüßen Dich alle und helfen Dir dabei
    Deine Seele auf mir, Deiner Mutter Erde, vollständig
    in Empfang zu nehmen! Menschenkind, ich sage Dir,
    ich freue mich das es Dich gibt!

    Textquelle: Karl Josef Brunner
     

  • Das Lied von Amergin

    Das Lied von Amergin

    Ich bin ein Wind des Meeres

    Ich bin eine Woge des Meeres

    Ich bin ein Rauschen des Meeres…

    Ich bin ein Hirsch mit sieben Enden des Geweihs

    Ich bin ein Falke auf einer Felsklippe

    Ich bin ein Tropfen aus der Sonne…

    Ich bin die Schönste unter den Blumen

    Ich bin ein wilder Eber von Furchtlosigkeit

    Ich bin ein Salm in einem Teich…

    Ich bin ein See in einer Ebene

    Ich bin ein Berg der Poesie

    Ich bin eine Speerspitze im Kampf…

    Ich bin ein Gott, der Feuer im Kopf entzündet!

    Textquelle: „Das Lied von Amergin“
     

  • Die Geschichte der Trommel

    Die Geschichte der Trommel

    Als Vater Gott, der blaue Himmel sich mit Mutter Erde
    vereinte, entstanden die Geister, die alles beseelten,
    ob Stein, ob Fels, jede Pflanze, Bäume und Getier auf Erden.
     
    Mutter Erde gebar auch den Menschen…
     
    Vater Gott jedoch bemerkte, dass sich die Geister
    nicht mit den Menschen unterhalten konnten…
     
    Er sprach zu Mutter Erde: „Sie sind alle Brüder
    und Schwestern, sie sprechen jedoch nicht die gleiche
    Sprache, wie soll das gut sein?“... Sie verstehen sich nicht!
     
    Mutter Erde sprach: „lass uns noch ein Kind zeugen,
    das deinen Wind und meinen Herzschlag in sich birgt.
    So entstand der Geist der Trommel, er ist Bruder
    und Schwester zu allem lebenden und beseeltem.

    Der Geist der Trommel sprach zu Mutter Erde:
    “Wenn die Menschen aus ihrem Herzen singen, werde ich
    sie in deinem Namen, mit deinem Herzschlag begleiten.

    “Er sprach zu Vater Gott: „Mit der Kraft deines Windes,
    werde ich tragen und berichten, vermitteln und beraten,
    so dass alles beseelte und lebendige es hört und versteht.“

    Textquelle: Samische Mythologie
     

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